Warum Prüfung

Sicherheitsprüfung / Sicherheitsnachweis

Strom ist alltäglich und praktisch. Er ist aber auch gefährlich, wenn er in fehlerhaften Installationen oder Geräten fliesst oder unsachgemäss angewendet wird. An elektrischen Installationen, Apparaten und Anlagen entstehen Schäden durch Alterung, Abnützung und Witterung, die nicht immer sichtbar sind. Ohne regelmässige Prüfung kommen diese meist erst zu spät, oft durch Brände oder Unfälle, zum Vorschein. Aus diesen Gründen müssen die Anlagen nach NIV 734.27 überprüft sein.

Aufgabe des Eigentümers

Die Eigentümer müssen ihre Anlagen im Sinne der Verordnung über elektrische Niederspannungsinstallationen nach Erstellung und dann in festgelegten Abständen überprüfen lassen und der Netzbetreiberin (EWS) den gefahrlosen Zustand der Installation mit den Kopien der Sicherheitsnachweise bescheinigen. Die Eigentümer müssen die Sicherheitsnachweise mit den technischen Unterlagen aufbewahren.

Aufgabe der Netzbetreiberin

Die Netzbetreiberin hat den gesetzlichen Auftrag der Registerführung. Sie fordert zum gegebenen Zeitpunkt den Eigentümer auf, ihre Anlagen überprüfen zu lassen und den Sicherheitsnachweis zu erbringen. Sie führen Stichproben durch.

Wer führt Sicherheitsprüfungen durch?

Berechtigt zur Kontrolle elektrischer Installationen sind grundsätzlich Personen mit einer abgeschlossenen Ausbildung als eidg.dipl. Elektroinstallateur («Elektromeister») oder als Elektrokontrolleur/Chefmonteur mit eidg. Fachausweis. Zur Durchführung von Abnahme- oder periodischen Kontrollen ist zudem eine Bewilligung als unabhängiges Kontrollorgan oder als akkreditierte Inspektionsstelle des Eidgenössischen Starkstrominspektorates in Fehraltorf erforderlich.

Wer an der Planung, Erstellung, Änderung oder Instandstellung von Installationen beteiligt war, darf weder mit der unabhängigen Abnahmekontrolle noch mit der periodischen Kontrolle beauftragt werden.